Eleni Karaindrou

Eternity and a Day
CD ECM New Series 1692, No. 465125-2

Ulysses’  Gaze
ECM New Series, 1570, No. 449 1

The suspended step of the stork
CD ECM  1456, No. 511514-2

Music for films
CD ECM 1429, No. 847609-2

Griechenlands bekannteste zeitgenössische Komponistin Eleni Karaindrou, veröffentlichte seit ihrem 1975 erschienenen Debutalbum „The big wakefulness“ 19 Alben unter eigenem Namen. Daneben schrieb sie 33 Schauspiel- und 17 Filmmusiken. International bekanntgeworden ist sie durch die Musik zu den Filmen von Theo Angelopoulos, z.B. „Der Bienenzüchter“, „Landschaft im Nebel“ oder „Ulysses’ Gaze“. Ihren Kompositionsstil erklärte Eleni Karaindrou in einem Interview des „Time News-Magazine“, New York, vom März 1996: „Ich liebe es, mir bekannte Klänge miteinander zu verbinden – traditionelle griechische Folksmusiken mit Jazz oder Klassik. Ich fühle mich wie eine Malerin, die Tupfer aus einer großen Farbpalette nimmt und etwas daraus macht.“

Bei den Filmfestspielen 1995 in Cannes erhielt Theo Angelopulos’ Film „Der Blick des Odysseus“ den großen Preis der Jury. „To vlemma tou Odyysea“ beschreibt die „Odyssee“ eines grecoamerikanischen Regisseurs (gespielt von Harvey Keitel), den Recherchen nach verschollenen Dokumenten aus den Anfängen der Filmgeschichte durch den krisengeschüttelten Balkan bis nach Sarajevo führen. Sein Weg zum ersten Blick, zur Unschuld vergessener Bilder ist lang und beschwerlich. Angelopolous‘ 180 Minuten langer Film erzählt mit einer hypnotischer Kraft von jener Unschuld, die sich in den stilisierten Bildern der endlosen Traumlandschaften, verschneit, vergraut oder versteinert, in den Straßen und Gassen derdüsteren Städte und in den Großaufnahmen der Gesichter widerspiegelt.

Paul Weidekamp

Wie oft musste mich mein Vater als Junge vom Fußballfeld holen, damit ich Klavier übte oder den abendlichen Opernbesuch nicht vergaß. Aber schließlich fruchtete seine Hartnäckigkeit und ich wurde ein begeisterter Fan klassischer Musik und spielte Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven. Zudem entdeckte ich die Literatur. Besondere faszinierte mich Gerhard Hauptmann, was keiner von meinen Freunden verstehen konnte. Aber immer nur Naturalismus? Nein, dabei blieb es nicht. Ich entdeckte die fantastischen Novellen von E.T.A. Hoffmann, die Horror- Geschichten von Edgar Allen Poe, die Romane von Theodor Fontane, Gustave Flaubert, Thomas Mann und Leo Tolstoy. Marcel Proust und James Joyce auf der literarischen Seite sowie Arnold Schönberg und Igor Stravinsky auf der musikalischen Seite öffneten mir schließlich die Augen und Ohren für die Gegenwartsliteratur- und Musik. Sie lassen mich bis heute nicht mehr los. Ihnen begegne ich immer noch neugierig voller Abenteuerlust und Forscherdrang. Zudem liebe ich alle Facetten des Jazz. Leider stelle ich immer wieder fest, dass von mir geliebte Bücher und CD’s nicht so bekannt werden, obwohl sie wahre Schätze sind. Diese werde ich in meinen beiden Rubriken vorstellen und verspreche Tipps für fesselnde Leseabenteuer und fulminante Hörreisen.

Antwort hinterlassen