August Strindberg „Das rote Zimmer“
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Arvid Falk beendet 1870 in Stockholm sein Beamtendasein. Er will fortan als Journalist der Wahrheit und dem Fortschritt dienen. Auf seinem Weg durch verschiedene gesellschaftliche Milieus begegnen ihm dabei: Intrigante Geschäftsmänner, salbungsvolle Pastoren, Heilsverkünder und bestechliche Politiker. Mit naturalistischem Detailreichtum entlarvt August Strindberg den Menschen als egoistisch, bequem und verlogen. Ob Arvid Falks Idealismus in dieser perfiden Welt bestehen kann; das darf der Leser in dieser furiosen Neuübersetzung zum hundertsten Todestag des Autors selbst herausfinden. Zeitlos aktuell!

Manesse Verlag, 24,95 €, ISBN: 978-3-7175-2238-6

Paul Weidekamp

Wie oft musste mich mein Vater als Junge vom Fußballfeld holen, damit ich Klavier übte oder den abendlichen Opernbesuch nicht vergaß. Aber schließlich fruchtete seine Hartnäckigkeit und ich wurde ein begeisterter Fan klassischer Musik und spielte Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven. Zudem entdeckte ich die Literatur. Besondere faszinierte mich Gerhard Hauptmann, was keiner von meinen Freunden verstehen konnte. Aber immer nur Naturalismus? Nein, dabei blieb es nicht. Ich entdeckte die fantastischen Novellen von E.T.A. Hoffmann, die Horror- Geschichten von Edgar Allen Poe, die Romane von Theodor Fontane, Gustave Flaubert, Thomas Mann und Leo Tolstoy. Marcel Proust und James Joyce auf der literarischen Seite sowie Arnold Schönberg und Igor Stravinsky auf der musikalischen Seite öffneten mir schließlich die Augen und Ohren für die Gegenwartsliteratur- und Musik. Sie lassen mich bis heute nicht mehr los. Ihnen begegne ich immer noch neugierig voller Abenteuerlust und Forscherdrang. Zudem liebe ich alle Facetten des Jazz. Leider stelle ich immer wieder fest, dass von mir geliebte Bücher und CD’s nicht so bekannt werden, obwohl sie wahre Schätze sind. Diese werde ich in meinen beiden Rubriken vorstellen und verspreche Tipps für fesselnde Leseabenteuer und fulminante Hörreisen.

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