Arnold Stadler „Komm, gehen wir“
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Dies ist für mich ein sehr gelungener der Sommerroman. Wunderbar erfrischend schreibt Arnold Stadler über die Kapriolen der Liebe. Erzählt wird eine modern Ménage à trois: Rosemarie und Roland lernen den Italo-Amerikaner Jim auf Capri kennen und verlieben sich beide in ihn. Sie geraten in aufregende Ausnahmezustände zwischen Begierde, Vernunft und Melancholie. Dabei verdankt Roland Jim seine erotische Offenbarung.
Ihr trauert er sehnsuchtsvoll bis zum Schluss des Buches nach.
Ein grandioses Buch für sinnliche Leser!

Fischer Taschenbuch-Verlag, 9,95 €, ISBN 978-3596175727

Paul Weidekamp

Wie oft musste mich mein Vater als Junge vom Fußballfeld holen, damit ich Klavier übte oder den abendlichen Opernbesuch nicht vergaß. Aber schließlich fruchtete seine Hartnäckigkeit und ich wurde ein begeisterter Fan klassischer Musik und spielte Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven. Zudem entdeckte ich die Literatur. Besondere faszinierte mich Gerhard Hauptmann, was keiner von meinen Freunden verstehen konnte. Aber immer nur Naturalismus? Nein, dabei blieb es nicht. Ich entdeckte die fantastischen Novellen von E.T.A. Hoffmann, die Horror- Geschichten von Edgar Allen Poe, die Romane von Theodor Fontane, Gustave Flaubert, Thomas Mann und Leo Tolstoy. Marcel Proust und James Joyce auf der literarischen Seite sowie Arnold Schönberg und Igor Stravinsky auf der musikalischen Seite öffneten mir schließlich die Augen und Ohren für die Gegenwartsliteratur- und Musik. Sie lassen mich bis heute nicht mehr los. Ihnen begegne ich immer noch neugierig voller Abenteuerlust und Forscherdrang. Zudem liebe ich alle Facetten des Jazz. Leider stelle ich immer wieder fest, dass von mir geliebte Bücher und CD’s nicht so bekannt werden, obwohl sie wahre Schätze sind. Diese werde ich in meinen beiden Rubriken vorstellen und verspreche Tipps für fesselnde Leseabenteuer und fulminante Hörreisen.

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